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insan... mensch Herkunft-Ankunft-Zukunft

Dieses Projekt soll dazu beitragen den Stadtteil für eine gemeinsame Zukunft für Menschen mit und ohne Migrationshintergrund weiter zu entwickeln. Bevor der Blick auf eine gemeinsame Zukunft glücken kann, ist die Auseinandersetzung mit der Ankunft und der Herkunft der BewohnerInnen des Stadtteils sinnvoll. Der Blick zurück auf die Herkunft, auf die kulturellen Wurzeln und Werte, auf eine individuelle und die Familienvergangenheit schafft die Voraussetzung und die Grundlage für den Blick auf das Ankommen - den eigentlichen Integrationsprozess. Es sind sowohl die BewohnerInnen, die aus anderen Ländern angekommen sind angesprochen, als auch die BewohnerInnen, die schon lang hier wohnen. Die Ankunft - soll hier als andauernder Prozess betrachtete werden. Auf diesem Hintergrund soll die gestalterische Auseinandersetzung mit der Zukunft erfolgen. Die Bearbeitung von individueller Herkunft und Ankunft von Jugendlichen und Erwachsenen mit Migrationshintergrund bildet den Ausgangspunkt künstlerischer Erarbeitung von Bildern und Objekten individueller Zukunftsvorstellungen, die in Ausstellungen präsentiert werden sollen.
Unter künstlerischer und kunstpädagogischer Anleitung sollen „Zukunftsschreine“ der unterschiedlichsten Art entstehen. Schreine* haben in den unterschiedliche Kulturen oft zwei wesentliche Aspekte: Sie sind einerseits Bild, Objekt und Ort an dem der Vorfahren und der Vergangenheit gedacht werden kann. Andererseits sind sie der Ort an dem jede Art von Unterstützung für die Zukunft erbeten, erhofft und visualisiert wird. Auch dieser Aspekt kann die Gestaltung der Bilder, Objekte und Orte leiten.

Überzeugende praxiserprobte Ansätze von Drogen,- HIV,- Aids - und Gewaltprävention setzen an einem möglichst konkreten individuellen Zukunftsbild bei den jugendlichen und erwachsenen Adressaten der Präventionsarbeit an. Wer ein konkretes Bild von sich selbst in eins, zwei oder fünf Jahren entwickelt, unterlässt bestimmte Dinge und richtet sein Handeln auf andere Dinge hin aus. Das Vorhaben der „Zukunftsschreine“ vereint Gestaltungselemente von Bild (auch Videobild), Objekt, Rauminstallation, Klang und Performance je nach Bedürfnis, Fähigkeit und Vorliebe der gestaltenden ProjektteilnehmerInnen. Die jugendlichen TeilnehmerInnen werden an den Schulen und im Mädchentreff für das Vorhaben geworben, die Erwachsenen im Haus der Familie, im Mütterzentrum und über die Stadtteilpresse. Gearbeitet wird mit 30 TeilnehmerInnen (in Kleingruppen) an den ständig wachsenden Ausstellungen - über den Zeitraum eines Jahres in regelmäßigen Treffen mindestens einmal wöchentlich und in intensiven, mehrtägigen Projektphasen. Begleitet und angeleitet werden sie von KünstlerInnen, KunsttherapeutInnen, Kunst- und KulturpädagogInnen , TheaterpädagogInnen und einem Komponisten und Klanginstallateur.

Dieses Projekt wird vom Senator für Kultur und WiN(Wohnen in Nachbarschaften) gefördert.

* Schrein (v. lat. scrinium), ursprünglich Lade, Kasten, dann auch so viel wie Schrank. Das Charakteristische des Schreins bestand darin, dass er geschlossen werden konnte, weshalb man die mittelalterlichen Schnitzaltäre, deren Flügel zugleich als Türen zum Schutz des Inneren diente, Altarschreine nannte. Daher auch der Name Schreiner für Tischler.

 

Eine Übersicht der Ausstellung können Sie hier und hier sehen.

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